Österreichischer Familienbetrieb produziert Handtücher seit 90 Jahren

HERKA beschäftigt sich seit 90 Jahren mit der Frottierweberei.


1927 gegründet vom Urgroßvater des jetzigen Firmeninhabers Herrn Karl Hermann, Landwirt und Webmeister in Frühwärts 24. Erzeugt werden Mulltücher, Verbandsstoff, Windeln, Gläsertücher und Frottiertücher. Beschäftigt werden ca. 5 Heimweber, 1 Schärerin, 1 Spulerin, 1 Näherin - alle Familienmitglieder inkl. Großeltern und Kinder waren in die Produktion eingebunden, die zum Teil in Form einer Faktorei geführt wird.

 

 

1932 wird zum Teil bereits auf eigene Rechnung Rohmaterial (Baumwolle im Strang) eingekauft und in Gmünd und Groß Siegharts zum Färben disponiert. Die Produktpalette umfasst Bettzeug, Geschirrtücher, glatte Jacquardgarnituren (Bettüberwürfe und Tischdecken). Der Beschäftigungsstand wird verdoppelt.

 

 

1937 sind nach Überwindung der Wirtschaftskrise 10 ständige Mitarbeiter vor Ort und ca. 20 Heimarbeiter beschäftigt. Erzeugt werden neben der bereits genannten Produktpalette auch Stoffe aus Wolle und Baumwolle für die Oberbekleidung mit denen schon viele Großhändler in Wien beliefert werden. Der erste mechanische Webstuhl wird von Herrn Alois Hermann in Zusammenarbeit mit Herrn Ernst Widhalm, einem späteren Meister, installiert.

 

 

1946 - nach Kriegsende Antrag auf Neueintragung, am 28. Juni 1946, in das Handelsregister Krems/Donau als Einzelfirma unter dem Firmennamen Karl Hermann.

 

 

1953 Protokollierung und Eintragung in das Kreis- als Handelsgericht Krems/Donau als Karl Hermann OHG seit 1. Jänner 1950, persönlich haftende Gesellschafter: Karl Hermann sen., Karl Hermann jun., Alois Hermann
Beschäftigt sind zu diesem Zeitpunkt: 2 Angestellte, 16 Betriebsarbeiter, davon 10 Facharbeiter, 38 Heimarbeiter, davon 32 Facharbeiter (Heimweber)
Produziert wird auf: 23 Handjacquardwebstühlen, 16 Handschaftwebstühlen, 3 mechanischen Webstühlen, 1 mechanische Schärmaschine, 2 Spulmaschinen

 

 

1957 Zukauf eines Produktionsgebäudes mit Maschinenpark und Übersiedlung der Produktion von Frühwärts in das Produktionsgebäude der Firma Kainz in Kautzen. Produziert wird nunmehr ausschließlich Frottierware, zum Großteil auf mechanischen Webstühlen. Sonderartikel mit Chenillebordüren werden noch auf Handwebstühlen produziert bzw. das Chenillegarn per Hand geschnitten und gezwirnt. Die Konfektion der Tücher erfolgt ausschließlich in Heimarbeit. In Klein Göpfritz verdienen sich ca. 30 Heimnäherinnen ihr Brot. Die An- und Ablieferung der Waren erfolgt wöchentlich mittels eines Pferdegespannes nach Frühwärts.
Erste Teilnahme an Exportausstellungen in Dänemark.

 

 

1958 Austritt des persönlich haftenden Gesellschafters Karl Hermann sen. mit Stichtag 1.1.1958.

 

 

1967 Produktionserweiterung und Zubau einer Beton-Fertigteil-Werkshalle im Ausmaß von 260 m² auf Grundstück Nr. 107/2. Nach intensiven Bemühungen um Ausbau des Exportgeschäftes in die damaligen EFTA-Staaten Großbritannien und Skandinavien werden weitere mechanische Jacquardwebmaschinen erworben.

 

 

1974 Vermerk der Löschung des Gesellschafters Alois Hermann im Kreis- und Handelsgericht Krems/Donau.
Eintragung von 2 Gesellschaftern

Liselotte Pfeiffer, mit Wirkung 14.1.1970
Karl Hermann jun., geb. 1954, mit Wirkung vom 1.1.1973.
Mit Bescheid der Bezirkshauptmannschaft wurde die Genehmigung zur Errichtung eines neuen Fabrikgebäudes auf Parzelle 192/193/194/195 erteilt.

 

 

1978 wird die Produktion in der neu fertig gestellten Fabrikshalle aufgenommen. Versand und Büro befinden sich weiterhin am Standort Frühwärts 64. Die Erweiterung der Produktionskapazitäten erfordert eine verstärkte Marktpräsenz, ab 1978 wird der westdeutsche Markt von einem Generalvertreter bearbeitet.

 

 

1981 wird aufgrund der Zusammenlegung von Produktion, Fertigwarenlager, Versand und Büro am Standort 3851 Kautzen, Bachzeile 12, der Gesellschaftssitz von Frühwärts nach Kautzen verlegt.

 

 

1989 Umwandlung der Karl Hermann OHG in die Karl Hermann GmbH. Beginn des Zubaus einer Werkshalle im Ausmaß von ca. 1000 m².

 

 

1990 Inbetriebnahme der neuen Werkshalle und Installierung einer automatischen Längsnäh- und Quersaumnähanlage. Die Konfektionierung der gesamten Produktion erfolgt nunmehr am Standort. Schritt für Schritt wird Heimnäharbeit reduziert. Neuanschaffung mehrerer vollelektronischer Jacquardwebmaschinen. Übersiedlung der Büroräumlichkeiten in den neuen Bürotrakt.

 

 

1998 Anschaffung weiterer modernster Doppeljacquarddiskettenwebstühle. Installierung einer CAD-Designanlage auf der sämtliche Muster auf Disketten selbst im Haus hergestellt werden können.

 

 

1999 Installierung eines Umweltmanagementsystems - Prüfung und Zertifizierung mit Gültigkeitserklärung vom 11.12.1999 erteilt.

 

 

2000 Sanierung des historischen Betriebstraktes in der Bachzeile 12 und Zubau eines Frottiershops mit Gästecafe und Repräsentationsräumen. Feierliche Eröffnung Anfang Juli. Anschaffung einer Doppelsaumnähanlage, die exklusiv für das Unternehmen hergestellt wurde.

 

 

2001 Zubau einer Expedit- und Lagerhalle (verbaute Fläche 510 m²), Sanierung von Lagergebäuden, Installierung weiterer elektronischer Jacquardwebmaschinen.

 

 

2002 Zukauf weiterer elektronischer Jacquardwebmaschinen, Jubiläumsfeier "75 Jahre HERKA" und Ehrung verdienter Mitarbeiter.

 

 

2003 Austritt Ing. Karl Hermann nach Rücklegung aller Funktionen. Neu als Gesellschafter und Geschäftsführer: Mag. Thomas Pfeiffer (eingetreten 2002), der das Unternehmen in 4. Generation zusammen mit Liselotte Pfeiffer und Franz Pfeiffer führt.

 

 

2004 Webmaschinenpark wird weiter modernisiert und ausgebaut, eine Täfel- und Schneidemaschine bringt weitere Qualitätsverbesserung und Durchlaufzeitverkürzung in der Konfektion.

 

 

2005 Sanierung des Webhallendaches, Zukauf weiterer elektronischer Jacquardwebmaschinen, Zukauf einer vollelektronischen Sektionalschärmaschine mit 3 m Breite zusammen mit Schärgatter für 624 Spindeln mit individueller Spannungsregulierung für alle Fäden.

 

2006 Erneuerung der EDV und Anschaffung eines Musterstickapparates und einer 6-Kopf-Stickanlage.

 

 

2007 Zukauf von 3 elektronischen Jacquardwebmaschinen, Zubau einer 1000 m²-Lagerhalle zur Installierung eines EDV-gesteuerten Hochregallagers und weitere Modernisierung der Betriebslogistik.

 

 

2008 Erstpräsentation der Lizenzmarke OTTO KERN bed & bath anlässlich der internationalen Fachmesse Heimtextil Jänner 2008 in Frankfurt am Main.

Modernisierung der Näherei durch Anschaffung eines Faltautomaten und einer vollautomatischen Querschneide- und doppelseitigen Quersäumnähanlage, sowie Modernisierung der Weberei durch den Zukauf von vier Täfelmaschinen.

 

 

2009 Zukauf von zwei elektronischen Jacquardwebmaschinen und zwei Controllern, sowie Anschaffung einer neuen Längsnähanlage.

Weiters durchgeführt wurde ein Relaunch der Homepage und die Einführung eines Internetshops.

 

 

2010 Ankauf von drei Jacquardmaschinen und Anschaffung eines Packautomaten

 

 

2011 HERKA Frottier beschäftigt ca. 80 MitarbeiterInnen

Der hochmoderne Maschinenpark reicht von automatischer Kettfertigung über vollständig vernetzte Webmaschinen, Schneidemaschine, Quer- und Längssäumer bis zu einer Legemaschine.

Verleihung des Kommerzialratdekrets an Frau Liselotte Pfeiffer für langjährige Funktionärstätigkeit als Innungsmeisterstellvertreter.

 

2016 HERKA Frottier produziert Frottierwaren mit unterschiedlichster Grammatur, mit/ohne Einwebung, Einstickung und konfektioniert Bett- und Nachtwäsche für OTTO KERN.

Die Schwerpunkte liegen dabei einerseits auf Industriewäsche bzw. im Promotionbereich und andererseits auf einer jährlichen Kollektion für PrivtkundInnen und den Fachhandel.

Täglich wird ca. die Fläche von 12.000 Handtüchern produziert.

Ca. die Hälfte der KundInnen agieren in Österreich, die zweite Hälfte setzt sich sowohl aus KundInnen aus dem EU-Raum als auch außerhalb der EU zusammen.